Berlin,
25
Oktober
2019
|
09:00
Europe/Berlin

Off-Season-Reisen: Marokko, Menton und mehr

Wo es jetzt menschenleer und schön ist

Zusammenfassung

Der Sommer geht langsam dem Ende zu – und mit ihm auch die Reise-Hauptsaison. Das bedeutet: Viele Ziele sind jetzt weniger überlaufen. Reise-Spezialistin Annemarie Lehmann von Travelzoo weiß, wo sich die Off-Season am besten genießen lässt.

Am Strand ist es brechend voll, auch Restaurants und Cafés sind überfüllt. So oder so ähnlich sieht es in der Hauptsaison an vielen beliebten Urlaubsorten aus. 60 Prozent der deutschen Urlauber fühlen sich laut einer repräsentativen Norstat-Umfrage im Auftrag von Travelzoo in Kooperation mit der Internationalen Tourismus-Börse (ITB)[1] von diesem Andrang gestört. Und 67 Prozent von ihnen wären sogar bereit, ihre Reise zeitlich zu verschieben, sofern es zu einem anderen Datum leerer wäre. Und dies ist bald der Fall: Die Nebensaison beginnt, und die bietet entspannte Ferien in leereren Hotels – zu günstigen Preisen.

Annemarie Lehmann von Travelzoo, dem Herausgeber exklusiver Freizeit- und Reise-Angebote, kuratiert und prüft monatlich zahlreiche Deals zu inspirierenden Destinationen und verrät die besten Off-Season-Ziele.

Côte d‘Azur: Malerische Gassen statt Touristenmassen

Die beliebte Ferienregion an der südfranzösischen Küste ist in den Sommermonaten hoffnungslos überfüllt – besonders viel Andrang herrscht in dem kleinen Örtchen Menton. „Es liegt nahe der italienischen Grenze und hat einen wunderschönen Strand“, sagt Annemarie Lehmann, „und es ist ein Paradies für Pflanzenliebhaber: Im bekannten Jardin du Palais Carnolès etwa duftet es nach 137 verschiedenen Zitruspflanzen.“ In der Nebensaison wird es in Menton aber deutlich ruhiger: Wer jetzt hierherkommt, kann die wunderschöne Natur entspannt genießen. „Und wenn es mal einen Regenschauer gibt, schaut man sich die prunkvollen Barockkirchen oder Museen der Stadt an.“

Laos: Tropische Abenteuer trotz Regenzeit

Wunderschöne Reisfelder und weltbekannte Tempelanlagen: Laos hat einiges für Touristen zu bieten. Die kommen deswegen auch in Scharen – und reisen dann pünktlich zu Beginn der Regenzeit wieder ab. „Dabei muss man vor dem Regen keine Angst haben“, sagt die Reisespezialistin, „die großen Güsse sind im September alle schon wieder vorbei und kleineren Schauer lassen sich unter den Palmen gut überstehen. Genau der richtige Zeitpunkt also, um sich alles entspannt anzuschauen: Abseits der Touristenmassen lassen sich die Sehenswürdigkeiten viel besser bewundern. „Selbst die Kuang Si-Wasserfälle, normalerweise eine beliebte Touristenattraktion, sind jetzt nur wenig besucht.“ Außerdem unterstützt man mit seinem Urlaub jetzt die Einheimischen, die ihr Geld größtenteils mit dem Tourismus verdienen.

Norwegen: Herbstliche Natur statt Besucherschlangen

Im Sommer wimmelt es in Norwegen vor Besuchern. Sie wandern an den Küsten entlang, schauen sich die Fjorde an und reisen ab, sobald es kühler wird. Dabei zeigt sich jetzt erst die norwegische Natur von ihrer schönsten Seite: rauschende Wasserfälle, eisige Gletscher und unendlich weite Laubwälder. „Mit etwas Glück kann man manchmal auch die grünlich-blauen Nordlichter am Himmel tanzen sehen“, sagt Annemarie Lehmann von Travelzoo, „das ist ein absolutes Schauspiel, das man erlebt haben muss.“ Danach kann man es sich dann in einem der zahlreichen Ferienhäuser gemütlich machen, die oftmals mit Sauna und Whirlpool ausgestattet – und jetzt in der Nebensaison erschwinglich zu haben – sind.

Marokko: Durchatmen nach der Hitze

Im arabischen Marokko sind die Sommer sehr heiß – im Herbst herrschen dagegen deutlich angenehmere Temperaturen um die 25 Grad Celsius. Genau richtig, um sich vom deutschen Nieselregen zu erholen. Viele der wunderschönen traditionellen Häuser und Paläste in der Hauptstadt Marrakesch sind Hotels und Ferienwohnungen. „Aber auch die Gärten der Stadt sind absolut sehenswert“, verrät die Reisespezialistin. Besonders schön ist der Jardin Majorelle, der dem inzwischen verstorbenen Modedesigner Yves Saint Laurent gehörte. Dieses kleine Paradies mit dem strahlend blauen Pavillon und schattenspendenden Palmen zeigt eine ganz andere Seite der Wüstenstadt.

[1] Durchgeführt vom Marktforschungsunternehmen Norstat im Auftrag von Travelzoo und in Kooperation mit der Internationalen Tourismus-Börse (ITB). Befragt wurden 8.000 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland, Frankreich, Spanien, den USA, Großbritannien, China, Japan und Kanada im Januar 2019. Die Ergebnisse für Deutschland stützen sich auf die 1.000 Befragte in der Bundesrepublik. Mehrfachantworten waren teilweise möglich.

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