München,
10
Juni
2014
|
11:29
Europe/Berlin

Jetlag adé: ausgeruht in den Urlaub

Travelzoo gibt Tipps für entspannte Fernreisen

Eine Rundreise in der Ferne – davon träumen die Deutschen. Dies zeigt eine Umfrage, die Travelzoo in diesem Frühjahr unter rund 1.300 Reiseinteressierten umgesetzt hat. Doch Fernreisen beginnen in der Regel wenig erholt mit einem Jetlag. Und die Folgen können sehr unangenehm sein. Angefangen bei Schlafstörungen und Müdigkeit, über Verdauungsprobleme bis hin zu Beeinträchtigungen der körperlichen und mentalen Fitness. Schuld ist ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus beim Betreten anderer Zeitzonen. Denn so gerät der menschliche Organismus aus dem Gleichgewicht. Die Experten für Reise- und Freizeitangebote geben Tipps, wie die innere Uhr möglichst wenig aus dem Takt gerät und schnell wieder ihren Rhythmus findet. So kann der Traumurlaub entspannt beginnen.

1. Die innere Uhr: Vorsorge ist besser als Nachsorge
Vor allem bei Reisen in asiatische Regionen sind Jetlag-Symptome vorprogrammiert. Denn während Transatlantikflüge in den Westen den Tag verlängern, verliert die innere Uhr bei Trips in den Osten Zeit und gerät damit deutlich stärker aus dem Takt. „Um sich auf die Zeitzone der Urlaubsdestination vorzubereiten, stellen Reisende am besten frühzeitig ihren Schlafrhythmus um“, so Christina Bathmann, Sprecherin von Travelzoo Deutschland. „Wer also einen Aufenthalt in westlichen Regionen plant, geht einige Nächte vor seiner Abreise später ins Bett und bleibt während des Fluges möglichst lange wach. Anders bei Reisen gen Osten. Hier gehen Urlauber am besten mehrere Tage vor der Abreise früher schlafen.“  In ihr Handgepäck gehören Nackenkissen, Schlafbrille und Ohrenstöpsel, um auch an Bord einschlummern zu können. Um nichts vom Fluglärm mitzubekommen, helfen geräuschfilternde Kopfhörer. Außerdem kann schon im Flieger die Uhr auf die Zeit des Urlaubsortes umgestellt werden, um sich frühzeitig daran zu gewöhnen.

2. Komplett ohne Jetlag in die Ferne
Wer viel Zeit hat, kann auch ohne Jetlag zu weit entfernten Destinationen reisen – mit dem Kreuzfahrtschiff. Hier lässt sich der Tagesrhythmus während der Fahrt langsam und schonend verschieben. So werden zum Beispiel bei Transatlantik-Überquerungen die Uhren Stück für Stück an die Zeitzone des Zielortes angepasst.

3. Leichte Bewegung für die körperliche Fitness
Bei den Folgen eines Langstreckenfluges denken viele direkt an den gestörten Schlafrhytmus. Aber auch die Klima-Umstellung und körperliche Anstrengung, die ein Langstreckenflug mit sich bringen, belasten. Außerdem besteht bei Risikopersonen wie älteren Menschen, Übergewichtigen, Schwangeren oder Diabetikern eine gewisse Thrombose-Gefahr. Jeder Passagier sollte auf längeren Flügen regelmäßig aufstehen und durch den Flieger gehen. Auch im Sitzen kann etwas für die Durchblutung getan werden. Hier stellt man die Füße flach auf den Boden und hebt abwechselnd Fersen und Zehen. Am Ferienort angekommen, vermeiden Urlauber lieber stärkere Anstrengungen wie exzessiven Sport oder nächtliches Ausgehen mit übermäßigem Alkoholkonsum. Besser ist leichte Bewegung in Form eines Spaziergangs.

4. Das perfekte Menü an Bord
Oftmals liest man davon, dass eiweißreiche Mahlzeiten Urlaubern dabei helfen sollen, möglichst lange wach zu bleiben. Sie seien also für Flüge in den Westen besonders geeignet. Dem gegenüber sollen kohlenhydratreiche Speisen müde machen und das Einschlafen im Flieger fördern. Deswegen wären sie das richtige Bordmenü für Reisen in den Osten. Wir haben bei Prof. Dr. med Tomas Jelinek, dem Medizinischen Direktor des CRM Centrums für Reise- und Tropenmedizin in Düsseldorf, nachgefragt: „Generell ist es schwierig, Ernährungsempfehlungen für Flugreisen auszusprechen. Schließlich ist kaum Auswahl gegeben“, so der Mediziner. „Außerdem machen kurzkettige Kohlenhydrate wie zum Beispiel Nudeln oder Kartoffelbrei zunächst wach, da sie einen kurzen Energieschub bewirken. Dem gegenüber benötigt die Verdauung von Eiweiß mehr Energie als die von Kohlenhydraten oder Fetten. Die Konsequenz ist, dass man eher müde wird.“ Generell sollte viel getrunken werden, am besten stilles Wasser. „Alkohol konsumieren Reisende besser nur in Maßen“, so Prof. Dr. med Jelinek weiter. „Durch die Flughöhe bekommt der Organismus weniger Sauerstoff und Alkohol wirkt stärker. Das belastet den Körper zusätzlich. Aber ein Glas Wein oder Bier ist völlig in Ordnung und dient sogar der Entspannung. Am Reiseziel angekommen, halten sich Urlauber lieber an leichte Mahlzeiten, die nicht schwer im Magen liegen und gut verdaulich sind.“

5. Wach bleiben und in die Sonne
Reisende passen sich am besten schnell an den Tagesrhythums des Landes an. Damit sie keine durchwachte Nacht erwartet, verzichten sie lieber auf einen längeren Mittags- oder Nachmittagsschlaf. Wer sehr müde ist, für den hat Prof. Dr. med Jelinek einen besonderen Tipp parat: „Trinken Sie eine Tasse Kaffee und legen sich kurz für ein Power-Nap ins Bett. Dieses sollte nie länger als 20 Minuten betragen. So wachen Sie genau zu dem Zeitpunkt auf, an dem das Koffein des zuvor getrunkenen Kaffees zu wirken beginnt und sind fit für den weiteren Tag.“  Darüber hinaus hilft das Stellen eines Weckers für den Morgen dabei, sich rasch an die neuen Tageszeiten zu gewöhnen. Auch die Mahlzeiten sollten sich an der Uhr und nicht am knurrenden Magen orientieren. Am besten verbringen Urlauber viel Zeit unter freiem Himmel – denn Tageslicht hilft dabei, die Folgen des Jetlags zu mindern.

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