München,
11
März
2015
|
09:14
Europe/Berlin

Top oder flop? Privatunterkünfte für den Urlaub

Travelzoo-Umfrage zu der Vermietung von Privatunterkünften an Urlauber

In jüngster Vergangenheit gibt es immer mehr Anbieter, auf deren Webseiten Privatpersonen Reiseinteressierten ihr Zuhause für einen Urlaub zur Verfügung stellen. Wer seine Ferien plant, kann also statt eines Hotelzimmers eine Privatunterkunft buchen. Wer sich hingegen etwas dazu verdienen möchte, bietet anderen seine eigenen vier Wände als Urlaubsdomizil an. Doch wie steht es um die allgemeine Akzeptanz der Reiseform? Die Angebots-Experten von Travelzoo wollten es genauer wissen und haben bei mehr als 4.000 Reiseinteressierten aus Nordamerika und Europa nachgefragt.

Wenig Erfahrung – großes Interesse
Eine Idee, die Anklang findet: Auch wenn bisher nur 17 Prozent der Befragten eine Privatunterkunft für ihren Urlaub gemietet haben, zeigt sich die Hälfte interessiert. Doch ist dieser Trend vielleicht nur etwas für online-affine junge Leute? „Das Gegenteil ist der Fall“, sagt Christina Bathmann, Sprecherin von Travelzoo Deutschland. „Wir haben ergänzend zu unserer globalen Studie repräsentativ nachgefragt. In dieser ist fast die Hälfte der Deutschen davon überzeugt, dass hier auch Ältere fündig werden. Weniger als ein Drittel ist anderer Meinung.“ Doch viele schrecken noch vor einer Buchung zurück. 37 Prozent der international befragten Reiseinteressierten hätten Bedenken – vom Ablauf, über die Sauberkeit bis hin zur Zahlung. Weitere 29 Prozent fänden es unangenehm, in der Wohnung einer anderen Person zu übernachten. Darüber hinaus würden fast drei Viertel der Befragten ihr eigenes Zuhause niemals für diese Zwecke anbieten wollen. Vor allem Europäer und allen voran Deutsche fürchten um ihre Privatsphäre. „Allerdings würden es mehr als ein Viertel der Umfrageteilnehmer in Betracht ziehen, sich auf diese Weise etwas hinzuzuverdienen. Insbesondere Kanadier, Amerikaner und auch Franzosen. Bislang ist nur ein sehr kleiner Anteil komplett überzeugt“, so Bathmann weiter. „Doch wenn all diese Menschen sich tatsächlich dazu entscheiden, Urlaubern ihr Zuhause als Ferienunterkunft zur Verfügung zu stellen, wird das Angebot mit der Zeit sehr umfangreich sein. Das ist eine große Herausforderung für Hoteliers.“

Hotel oder Privatwohnung?
Bei einem Hotelaufenthalt wissen Urlauber, was sie bekommen. Alle Abläufe sind klar: Es sind Ansprechpartner vor Ort und gewisse Services und Annehmlichkeiten gehören zum Standardprogramm. „Dieser Punkt ist ein wesentlicher Vorteil von Hotelaufenthalten – äußern sich doch viele Reiseinteressierte besorgt, was die Abläufe, Sauberkeit und Zahlung beim Buchen einer Privatunterkunft betrifft. Allerdings waren fast alle Teilnehmer, die schon einmal solche Angebote genutzt haben, zufrieden mit ihrem Erlebnis“, sagt Bathmann. „Ein Großteil würde Privatunterkünfte sogar besser bewerten als Hotelzimmer. Der Trend ist also nicht zu übersehen – auch wenn es immer eine Nachfrage an Hotels geben wird. Ihre Betreiber werden der Entwicklung mit guten Angeboten und hochwertigem Service begegnen. So oder so: Der Gast kann nur gewinnen.“

Zur Methodik: Travelzoo befragte im Dezember 2014 und Januar 2015, 4.272 seiner Mitglieder aus den USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Frankreich. Zum Teil waren Mehrfachantworten möglich, diese Angaben sind nicht kumulativ. Die repräsentative Studie setzte Insa Consulere im Januar 2015 um. 2.005 Deutsche nahmen teil.

Unternehmensinformationen

Travelzoo Inc. ist ein international agierendes Internet-Medienunternehmen. Mit 27 Millionen Mitgliedern in Nordamerika, Europa, Asien und Australien publiziert Travelzoo herausragende Angebote von über 2.000 Reise-, Freizeit- und lokalen Anbietern. Dazu kommt Fly.com, eine Flugsuchmaschine sowie anbieterunabhängige und neutrale Preisvergleichsseite in einem. Weltweit verfügt Travelzoo über 25 Büros, davon drei in Deutschland. Die in München, Hamburg und Berlin ansässigen Experten recherchieren und testen die Angebote im Hinblick auf Preis, Verfügbarkeit und ihre Qualität, um den 1,7 Millionen deutschen Mitgliedern nur die besten Aktionen zu präsentieren.

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