München,
26
Januar
2015
|
12:32
Europe/Berlin

Travelzoo-Umfrage: Das würden Deutsche für einen Gratisflug tun

Von der Unterstützung hilfsbedürftiger Senioren bis hin zum Verladen des Gepäcks: Die Reiseangebots-Experten von Travelzoo haben mehr als 2.000 Menschen repräsentativ befragt, was sie tun würden, um ein gratis Flugticket zu ergattern. Dabei waren die Antworten so bunt wie erstaunlich. Nur etwas über ein Viertel der Umfrageteilnehmer zeigen sich konventionell und greifen lieber zum Geldbeutel.

Die Ergebnisse im Überblick
Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf: Was würden Sie tun, um ein gratis Flugticket zu ergattern? (Mehrfachnennungen möglich)

  1. Gerne kümmere ich mich um Senioren, die Hilfe benötigen: 46%
  2. Ich würde mich als Betreuer für allein reisende Kinder anbieten: 39%
  3. Ich würde den Flugbegleitern beim Ausschenken helfen: 33%
  4. Ich lasse mich gerne durchgehend von Werbung berieseln, wenn ich dafür gratis fliege: 30%
  5. Ich würde keine der genannten Dinge tun: 26%
  6. Ich würde nach einer kurzen Schulung die Sicherheitseinweisung übernehmen: 23%
  7. Ich würde beim Verladen des Gepäcks helfen: 22%
  8. Ich würde vor der Landung den Müll der anderen Passagiere einsammeln: 20%
  9. Ich würde nach der Landung beim Aufräumen und Putzen helfen: 19%
  10. Ich würde Nackenmassagen für die Crew anbieten: 9%
  11. Ich würde im Stehen fliegen: 7%

Soziale Ader
Um kostenlos zu fliegen, würden sich die meisten Befragten für ihre Mitmenschen einsetzen. So sagen 46 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie sich gerne um hilfebedürftige Senioren an Bord kümmern würden. Weitere 39 Prozent bieten sich als Betreuer für allein reisende Kinder an. In beiden Bereichen haben Frauen eine etwas ausgeprägtere soziale Ader als Männer. Ein Blick auf die Altersgruppen verrät, dass sich sowohl 18- bis 24-Jährige als auch über 55-Jährige besonders gerne im sozialen Bereich engagieren würden, um gratis zu reisen. Außerdem Menschen aus Brandenburg und Hamburg.

Kaffee oder Tee?
Wie hoch ist die Bereitschaft, sich am Service zu beteiligen? „Am dritthäufigsten möchten die Befragten den Flugbegleitern beim Ausschenken der Getränke helfen, wenn Sie dafür gratis reisen dürften“, sagt Christina Bathmann, Sprecherin von Travelzoo Deutschland. „Vor allem wer aus Bayern oder Bremen kommt, bietet hier gerne seine Hilfe an. Interessant ist auch, dass sich fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer zutrauen, nach einer kurzen Schulung die Sicherheitseinweisung zu übernehmen.“ Wieder tun sich die Hanseaten hervor. Sie vergeben auch die meisten Stimmen, wenn es um das Verladen des Gepäcks geht. Bundesweit würden hier 22 Prozent mit anpacken wollen, um nach getaner Arbeit gratis in den Flieger zu steigen. Auch das Einsammeln des Mülls der anderen Passagiere vor der Landung und das Aufräumen sowie Putzen des Flugzeugs am Boden erhalten immerhin noch 20 Prozent beziehungsweise 19 Prozent der Stimmen. Hier wären vor allem Menschen aus Sachsen-Anhalt zu begeistern. Die Geschlechter sind sich bei allen Punkten vergleichsweise einig. Wieder sind es grundsätzlich die 18- bis 24-Jährigen, die gerne die Ärmel hochkrempeln würden.

Nackenmassage gefällig?
Danach gefragt, ob sie der Crew im Gegenzug für einen Gratisflug auch den Nacken massieren würden, äußern sich nur 9 Prozent der Umfrageteilnehmer positiv – wobei die Bayern etwas über dem Bundesschnitt liegen. „Noch weniger wären damit einverstanden, im Stehen zu fliegen (7 Prozent). Bremer sind etwas mehr für diesen fiktiven Weg zum Gratis-Ticket zu haben“, sagt Bathmann. „Auffällig sind wieder die 18- bis 24-Jährigen. Sie schrecken weder vor schmerzenden Händen noch vor schweren Füßen zurück (jeweils immerhin 19 Prozent).“

Werbung in der Dauerschleife
„30 Prozent der Befragten aus ganz Deutschland würden sich durchgehend von Werbung berieseln lassen, wenn sie dafür kostenlos fliegen könnten“, so Bathmann weiter. „18- bis 24-Jährige wären sogar zu 41 Prozent gewillt, sich ihre Reise auf diese Art sponsern zu lassen. Ganz ähnlich Menschen aus Sachsen-Anhalt.“

Zur Methodik: Travelzoo gab im Januar 2015 eine repräsentative Befragung bei Insa Consulere in Auftrag. Insgesamt nahmen 2.019 Personen aus ganz Deutschland an der Umfrage teil. Es waren Mehrfachantworten möglich. Die Antworten sind nicht kumulativ.